Am 26. August stellt Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Knie erste Ergebnisse der Onlinebefragung zur „Straße der Zukunft“ vor.
„Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Menschen in unseren Kiezen deutlich weniger Autos und eine gerechtere Aufteilung der vorhandenen Flächen wünschen“, so Monika Herrmann. „Die Zeiten der autogerechten Stadt, in der sich alle anderen Verkehrsarten und Nutzungsformen dem Auto unterordnen, ist vorbei.“
Prof. Dr. Andreas Knie ergänzt: „Beim Thema Verkehrswende gibt es viel Spekulation zu den Vorstellungen der Bürger*innen. Daher sind Befragungen wie diese so wichtig, die deutlich machen, dass sich viele Menschen ein Lebensumfeld mit weniger Autos wünschen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung zur Umgestaltung unserer Städte und unserer Mobilität.“
So wünscht sich eine Mehrheit der Befragten die Umgestaltung des öffentlichen Raumes, Einschränkungen für private Autos, mehr Platz für den Fahrradverkehr und Fußgänger*innen sowie mehr Grünflächen. Über 80 Prozent unterstützten das agile Vorgehen des Bezirksamtes, bei dem Umgestaltungen der Infrastruktur kurzfristig erfolgen und stufenweise ausgebaut und verstetigt werden.
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Nach dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg (BVV) im Juli 2017 zum Thema „Kinderschutz: Maßnahmen zu Verringerung des Durchgangsverkehrs im Samariterkiez“ wurden im zweiten August und September 2019 verkehrsberuhigende Maßnahmen umgesetzt, u.a. sogenannte Modalfilter zur Reduktion des Durchgangsverkehrs. Deren Wirksamkeit und Effekte wurden in einer einjährigen Evaluationsphäre bis Oktober 2020 überpüft. Neben Kordon-Verkehrszählungen wurden zwei große Beteiligungsverfahren mit Anwohner*innen und Anlieger*innen umgesetzt, in der zahlreiche Wünsche und Ideen zur Um- und Neugestaltung des öffentlichen Kiezraums formuliert wurden. Der vollständige Evaluationsbericht des Bezirksamt Xhain wurde im Oktober 2020 veröffentlicht.
Kommentare deaktiviert für Initiative ‚Verkehrsberuhigter Samariterkiez‘
Wofür setzt ihr euch ein?
Seit 2017 setzen wir uns für mehr Sicherheit, Gesundheit und Aufenthaltsqualität im Samariterkiez durch Reduktion des motorisierten Durchgangsverkehrs ein.
Was treibt euch an?
Wir träumen davon, dass der Samariterkiez auch jenseits der eigenen Wohnung, der Lern- oder Arbeitsstätte ein Ort ist, an dem sich die Menschen gerne aufhalten und gut begegnen können. Die Verkehrsberuhigung ist eine zentrale Voraussetzung dafür.
Was wollt ihr ändern?
Wir freuen uns, dass der Durchgangsverkehr durch die 2019 errichteten Modulfilter bereits deutlich reduziert werden konnte – der Schwerlastverkehr quasi vollständig. Es gibt jedoch nach wie vor Handlungsbedarf, weil Verkehrs-, vor allem Geschwindigkeitsregelungen missachtet oder Wohnstraßen als Umgehung bzw. Abkürzung genutzt werden. Zudem wünschen wir uns mehr Aufenthaltsräume im Kiez, der zu wenig Grünflächen im Verhältnis zu seiner Einwohner*innenzahl hat.
Die Neu- und Umgestaltung des öffentlichen Raums im Kiez braucht Ideengeber*innen, Unterstützer*innen und Mitmacher*innen. Sie zu erreichen, ist unter Corana-Bedingungen nicht eben leichter. Darum freuen wir uns, wenn ihr anderen Leuten von unseren Ideen und den Mitmachmöglichkeiten erzählt und sie zum Mitdenken und -machen ermuntert.
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Herzlich willkommen!
Dies ist die Plattform von und für Initiativen und Anwohner*innen aus dem Friedrichshainer Samariterviertel, die Kiez von morgen mitgestalten und dazu beitragen möchten, unsere Nachbarschaft lebenswerter und nachhaltiger zu machen.